Volksbegehren „Rettet die Bienen“:

Übergreifendes Aktionsbündnis auch im Landkreis gegründet

Freising/Land - In Bayern sind viele Tier- und Pflanzenarten massiv in ihrem Bestand gefährdet oder sterben sogar vollständig aus. Allen voran Insekten mit einem aktuellen Schwund von 75%. Betroffen davon auch alle Insektenfresser, insbesondere viele Vogelarten. Die wichtigste Ursache hierfür ist die Vernichtung natürlicher Lebensräume, z.B. blühender Wiesen, welche die Insekten zur Nahrungssuche und Fortpflanzung benötigen: Aufgrund eines galoppierend voranschreitenden Flächenverbrauchs - aber auch und vor Allem durch die intensive Landwirtschaft: häufige und immer früher durchgeführte Mahd von Wiesen, der Einsatz von Pestiziden, Überdüngung, das Umbrechen von Wiesen in Ackerfläche und das Entfernen und Dränage von wichtigen Lebensräumen wie Hecken, Alleen und kleinen Feuchtgebieten.

Das aktuell initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat daher einen deutlich weitreichenderen Ansatz, als es der Titel vermuten lässt: den fortschreitenden Rückgang der Arten zu stoppen! Dazu soll das bayrische Naturschutzgesetz in wesentlichen Teilen reformiert, also an die aktuellen Bedürfnisse angepasst und damit entscheidend verbessert werden.

Bayernweit getragen wird die Initiative von Bündnis90/Die Grünen, dem Landesbund für Vogelschutz sowie der ÖDP. Prominente Unterstützer sind u. a. der BUND Naturschutz, der Landesverband Bayerischer Imker sowie die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (dem auch die Verbände Bioland, Demeter und Naturland angehören).

Kurz vor Weihnachten hat sich nun auch im Landkreis Freising ein entsprechendes lokales Aktionsbündnis, bestehend aus Bündnis90/Grüne, dem BUND Naturschutz und der ÖDP gegründet.

Kurzfristiges Ziel ist es, weitere Institutionen für das Bündnis zu gewinnen, um die zwischen 31. Januar und 13. Februar stattfindenden Eintragungsphase erfolgreich zu meistern: Mindestens 10% der wahlberechtigten Bevölkerung müssen sich in dieser Zeit in den offiziellen Eintragungsstellen der Gemeindeämter vor Ort registrieren, damit es dann letzten Endes zum eigentlichen Volksentscheid über die beabsichtigte Gesetzesänderung kommen kann. In diesem Zusammenhang hofft das Aktionsbündnis vor allem auch auf bürgerfreundliche Eintragungszeiten (jeweils samstags und sonntags) bei den 24 Gemeindeämtern im Landkreis.

Denn viele Berufstätige sind einfach nicht in der Lage, während der üblichen Eintragungszeiten unter der Woche auf ein Gemeindeamt zu gehen. Ein entsprechendes Anschreiben an die Landkreisbürgermeister ist bereits in Arbeit.

Aber auch freiwillige Helfer in den Gemeinden sind dringend notwendig, um die Bürgerinnen während der Eintragungsphase an Infoständen zu informieren und in die Gemeindeämter zu lotsen.

Das Aktionsbündnis hat in diesem Zusammenhang eine Info-Hotline für Interessierte eingerichtet (Telefon 08161/12266 bzw. eMail: bienen-retten@imkreisfs.de).

 


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