Aus der untersten Schublade

Leserbrief vom 19.8.2008 zum Artikel
"Grüne: Vorstandstrio zu Besuch beim FT - Auf Angriff umschalten"
im Freisinger Tagblatt vom 18.8.2008

"Na endlich, wir haben ja beinahe schon darauf gewartet. Pünklich zur heißen Phase des Wahlkampfes greifen unsere Freunde von Bündnis90 / Die Grünen wieder in die unterste Schublade und verbreiten Unwahrheiten über uns Ökodemokraten: Die von Hr. Walter getroffene Aussage, die ödp nehme Konzernspenden, ist falsch und entbehrt jeder Grundlage. Wahr und für jedermann im Spendenbericht des deutschen Bundestags nachlesbar ist jedoch die Tatsache, dass Bündnis90 / Die Grünen zwischenzeitlich (wie die meisten anderen Parteien) hemmungslos und im großen Stil Parteispenden von Konzernen (z.B. von der Automobilindustrie) nehmen und trotzdem von sich behaupten, in ihren Entscheidungen unabhängig zu sein. Weil eben dies in der Praxis nicht möglich ist, verbietet unsere ödp-Parteisatzung jede Art von Zuwendungen durch juristische Personen, also auch alle Arten von Gewerbe-, Firmen- und Konzernspenden.

Ferner bezeichnet Hr. Walter die ödp als (politische) Konkurrenz der Grünen. Offenbar kennt er so manche zum ödp-Programm völlig konträre Kernforderung seines eigenen grünen Parteiprogramms nicht: So fordern Bündnis90/Die Grünen nach wie vor die vollständige Abschaffung des heute noch bestehenden Mindest-Rechtsschutzes für das ungeborene Leben oder wollen die sogenannten weichen Drogen vollständig freigegeben; die Kruzifixe sollen per grünem Parteitagsbeschluss aus unseren Schulen verschwinden und von einer gleichberechtigten finanziellen Förderung von familiärer Kinderbetreuung als Alternative zur staatlichen KrippenBetreuung wollen unsere grünen Freunde ebenfalls nichts wissen.

Bei aller Übereinstimmung der ökologischen Ausrichtung, bei aller Unterstützung in unserem Kampf für ein Gentechnik-freies Bayern, gegen den Klimawandel und den menschenverachtende Wachstumswahn im Flugverkehr - als "Konkurrenz" sehen wir Ökodemokraten die BündnisGrünen definitiv nicht! Dafür sind die Unterschiede im gesellschaftspolitischen Bereich und bei der Parteispendenpraxis einfach zu gravierend. Den ökologisch orientierten Wählerinnen und Wählern möchten wir jedoch vor der Wahl ein genaues Studium der Parteiprogramme empfehlen, denn andernfalls könnte sich so manche Stimme für die Grünen im Nachhinein als verlorene Stimme offenbaren!"

Helmut Priller
für den Orts- und Kreisvorstand der ödp Freising

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