SPD/CSU-Votum zum Airfolgsregion-Marketing hinterläßt faden Nachgeschmack

Leserbrief vom 14.2.2008
zum Artikel "Regionalmarketing mit FMG bleibt bestehen" in der Freisinger SZ vom 12.2.2008

Es war ja nicht ernsthaft zu erwarten, dass die beiden großen Parteien so kurz vor den Wahlen ihren Ausrutscher korrigieren und das Marketing-Projekt AIRFOLGS-Region, jetzt stoppen würden. Und so wird weiterhin kräftig für unsere Region und vor allem für den Flughafen die Werbetrommel gerührt -­ finanziert auch mit unseren Steuergeldern aus Stadt und Landkreis! Einen faden Nachgeschmack haben die jüngsten Rechtfertigungs-Äußerungen dennoch hinterlassen. Während es vom CSU-Kreisvorsitzenden nicht anders zu erwarten war, ­schließlich hat er es bislang nicht einmal geschafft, sich im Sinne der Landkreisbevölkerung gegen den Transrapid auszusprechen, stimmen die Äußerungen der SPD-Fraktions-Chefin Birgit Großkopf doch sehr nachdenklich: "Der Flughafen sei nun mal da ... und ein wichtiger Wirtschaftspartner" hat sie gesagt und die Gegner des Regionalmarketings im gleichen Atemzug als "naiv" bezeichnet.

Prima Frau Großkopf! Solche Sprüche kommen gut an - besonders im heute bereits stark überflogenen und vom menschenverachtenden Nachtflugterror betroffenen südwestlichen Landkreis! Solidarität scheint Ihnen in diesem Zusammenhang ein Fremdwort zu sein! Hauptsache, die für Freising so negative 3. Startbahn kann verhindert werden, nicht wahr?

NEIN! Die gesamte Landkreisbevölkerung - einschließlich uns Freisingern - muss jetzt zusammenhalten und sich dem immer schlimmere Ausmaße annehmenden Größenwahn der Flughafenmanager auf allen Ebenen entgegenstellen. Ein erster Schritt dazu wäre der Stopp der überflüssigen Werbemaßnahme für das Fliegen und den Flughafen gewesen. Wir werden dennoch weiter dafür kämpfen!

Helmut Priller
Ortsvorsitzender der Freisinger ödp

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