CarSharing im ländlichen Massenhausen

Im CarSharing-Vortrag am Aschermittwoch der Landkreis-ÖDP in Neufahrn wurde von Herrn Englmüller anschaulich gemacht, dass jeder, der weniger als 10.000 km pro Jahr mit seinem Auto fährt, mit CarSharing besser bedient ist als mit seinem eigenen Auto. So spart ein CarSharer, der nur 5000 km pro Jahr mit einem CarSharingauto fährt, gegenüber dem eigenen Auto 2000 Euro. Da jedes 7. Auto in Deutschland pro Jahr weniger als 5.000 km fährt, gibt es rein statistisch in Massenhausen circa 130 Autos, die die meiste Zeit nur ungenutzt rumstehen und ohne Nutzung dem Besitzer 3500 Euro Festkosten verursachen. Würden alle 130 Besitzer bei CarSharing mitmachen, dann könnten 8 CarSharingautos in Massenhausen stehen; damit wäre auf alle Fälle für jeden immer ein Auto zur Verfügung. Felix Bergauer, der Ortssprecher der ÖDP, hat ein selten genutzes Zweitauto und überlegt sich dies für die Massenhausener als CarSharingauto anzubieten. Die Bürger Massenhausens können dann Mitglied beim Verein werden, und könnten dann über das Buchungssystem (telefonische oder Internet) selbständig jederzeit das Auto stundenweise buchen. Bergauer erhält für die Nutzung der anderen Mitglieder Einnahmen (z.B. 45 Cent/km inkl. Spritkosten). Wenn dann noch 2-3 Autobesitzer eines Zweitautos in Massenhausen mitmachen und ihr Auto in den CarSharing-Fuhrpark integrieren, dann existiert ein voll funktionsfähiges CarSharing in Massenhausen. Damit die Mitglieder jederzeit an den Fahrzeugschlüssel kommen können, ist der Schlüssel entweder in einem mechanischen Tresor hinterlegt oder das Auto ist mit einem speziellen Bordcomputer ausgerüstet, der sich mit der Chipkarte des Mitglieds öffnene läßt. Das tolle ist bei solchen CarSharingfahrten, dass die Nutzer nach der Fahrt gar nicht tanken müssen, da die Fahrtkosten inkl. der Spritkosten berechnet werden. Natürlich könnten die Massenhausener auch den Fuhrpark in Freising (z.B. 9-Sitzer-Bus oder Transporter) nutzen. Auch Frau Angela Kern wäre an CarSharing in Kammerberg interessiert; auch sie weiß von vielen Zweitautos in Kammerberg, die oft nur rumstehen. Dass so etwas auch auf dem Land funktioniert zeigt das kleine Dorf Hübenthal; von 100 Einwohnern nutzen 30 CarSharingmitliedern 3 CarSharingautos. CarSharing ist so günstig, da die Festkosten des Autos auf alle Nutzer aufgeteilt werden. So kostet eine einstündige Fahrt mit dem Kleinwagen inkl. 6 km inkl. Sprit und inkl. Versicherung (350 € Selbstbeteiligung) nur 4 € inkl. MwSt. Jede weitere Stunde kostet 2,20 € mehr, jeder weitere km kostet durschnittlich 0,24 €/km mehr; alle Preise inkl. Spritkosten und inkl. Versicherung. Der Tagespreis beträgt 24 € inkl. MwSt. Auch der 9-Sitzer-Bus und der Transporter sind für sehr günstige Tarife nutzbar; so kostet der 9-Sitzerbus nur 10 € inkl. einer Stunde Fahrt, inkl. 10 km und inkl. Versicherung (350 € Selbstbeteiligung). Die CarSharingautos des Freisinger Vereins können über das Flinkster-Buchungsystem auch deutschlandweit von Touristen oder Geschäftsreisenden genutzt werden. Die Mitglieder des Vereins können über das Buchungssystem mit der personalisierten Chipkarte sehr viele CarSharingautos in Deutschland, Holland, Schweiz, Österreich und Italien nutzen. Ab Juli 2015 sind auch alle Smarts von Car2go deutschlandweit und in Italien für die Mitglieder nutzbar.

CarSharing schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt, da ein CarSharer wieder lernt, Kurzstrecken mehr mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß unterwegs zu sein; so fährt ein CarSharer 20% weniger mit einem Auto und fährt 12% mehr mit Bus und Bahn. Falls einmal doch ein Engpass beim CarSharingfuhrpark sein sollte, hat der CarSharer genügend Geld durch seinen Privatautoverzicht gespart, um ab und zu mit dem Taxi oder einer Autovermietung unterwegs zu sein.

 

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