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Grundsatzentscheidung „sichere Radwege“ mit Pilotversuch

Antrag zu den Haushaltsberatungen 2022

Antrag:
Analog den Erkenntnissen anderer Städte geht die Stadt Freising an viel befahrenen Fahrradrouten (Hauptnetz) dazu über, Radwege zukünftig grundsätzlich baulich getrennt zur Auto- Fahrbahn und zum Fußweg zu realisieren (siehe Beispiel Berlin, unten links). Die Abtrennung der zwischen KFZ-Fahrbahn und Fußweg gelegenen Fahrradspur erfolgt dabei durch Pfosten bzw. Schwellen. An signalisierten Kreuzungen soll zusätzlich die Haltelinie des motorisierten Verkehrs einige Meter hinter die des Radweges versetzt werden, so dass das Risiko, Radfahrende im tote Winkel rechtsabbiegender KFZ zu übersehen, eliminiert wird. Außerdem sollen dort fahrradfahrerfreundliche Fuß- und Armrasten (siehe Beispiel Kopenhagen, unten rechts) installiert werden. Als Pilotstrecke schlagen wir hierzu die Bahnhofstraße zwischen Bahnhofsplatz und Brunnenhausgasse bzw. zwischen Gartenstraße und Bahnhofsplatz vor. Die hier derzeit beidseitig teilweise angeordneten Längsparkplätze sind zugunsten neuer Fahrradspuren aufgegeben.
Begründung:
STEP 2030:

  • "Im Zweifel sollen bei der Beseitigung von Netzlücken und Engpässen die Belange der Fußgänger und Radfahrer Vorrang vor dem ruhenden Verkehr – wenn möglich – auch vor dem fließenden Verkehr haben“
  • "Bei der städtebaulichen Entwicklung soll einer Anbindung an das bestehende Rad- und Fußwegenetz mit der kürzest möglichen Linienführung hohe Priorität eingeräumt werden. Idealerweise ist man mit dem Rad schneller als mit dem Kraftfahrzeug.“

Mobilitätskonzept:

  • „Grundsätzlich sollte im Hauptstraßennetz die vom Kfz-Verkehr getrennte Führung auf einer Radverkehrsanlage angestrebt werden.“

Diese derartige grundsätzliche Neu-Ausrichtung unserer Verkehrspolitik ist zwingend erforderlich, um die in Freising wenig ausgeprägte Sicherheit für Radfahrende auf vielbefahrenen Radrouten zu verbessern. Da sich die vorgeschlagenen Prinzipien in vielen Städten bereits bewährt haben, besteht an deren Effektivität kein Zweifel. Die Aufgabe von fahrerseitig zu passierenden PKWLängsparkern ist dabei einerseits zur Unfallvermeidung, andererseits aus Platzgründen unumgänglich. Gerade an Stellen mit einem sehr hohem Aufkommen an Fahrradfahrenden, wie in der Bahnhofstraße, stellen sich plötzlich öffnende Autotüren oder ausscherende Fahrzeuge tagtäglich ein substantielles, nicht tolerierbares Unfall-Risiko dar. Außerdem stehen im Wörth Parkhauses in unmittelbarer Nähe ausreichend PWK Stellplätze zur Verfügung.

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