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Fakten zu seltsamer Flugabwicklung des 6.7.2008 verlangt

Freising ­- Mit zwei parallelen Anträgen haben sich die Ökodemokraten im Landkreis und in der Stadt Freising jetzt an den Kreistag und den Stadtrat gewendet. Grund, so ödp-Kreisrat und -Landtagsdirektkandidat Jörg Kästl sei die "seltsame Beobachtung vieler Bürgerinnen und Bürger" am vergangenen Sonntag in Freising gewesen, dass die Stadt den gesamten Tag von Überflügen weitgehend verschont war.

"Auch wir haben bei den Feierlichkeiten am Marienplatz, zu denen neben dem Münchner OB Christian Ude auch der bayerische Innenminister und zahlreiche Münchnerinnen und Münchner anwesend waren, mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass trotz anziehender Wetterfront aus Westen dieses Mal keine Überflüge des Stadtgebietes stattgefunden haben.", gibt sich Kästl verwundert. Offenbar sollte den Münchner Gästen gezielt demonstriert werden, "wie wenig die Stadt vom Flughafen betroffen sei und dass die Abwehrhaltung gegen die 3. Startbahn völlig überzogen wäre", ergänzt ihn sein Parteikollege, der Freisinger ödp-Ortsvorsitzende und -Bezirkstags-DirektKandidat Helmut Priller.

Wenn dieses ­ entgegen sonstigen Gewohnheiten - "gezielte Nicht-Überfliegen" jedoch tatsächlich stattgefunden habe, möglicher Weise sogar "auf Anweisung von oben", so wäre dies für Helmut Priller ein klarer politischer Skandal. Denn es könne und dürfe nicht sein, dass die aus Sicherheits- und Lärmschutz-Aspekten für die gesamte Region festgelegten Flugrouten "quasi in Gutsherrenmanier" zum gravierenden Nachteil für einzelne Nachbargemeinden neu ausgelegt werden.

Um die gegebenen Zweifel der Bevölkerung auszuräumen, habe die ödp deshalb im Kreistag und im Stadtrat beantragt, die Flugspuraufzeichnungen des vergangenen Sonntags auszuwerten und denen anderer Tage mit vergleichbarer Wetterlage gegenüber zu stellen. "Wir sind auf das Ergebnis gespannt und werden an der Sache dran bleiben", gibt sich Kreisrat Jörg Kästl entschlossen.

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