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Pressemitteilung

Freisinger ödp feiert Atom-Abschalt-Party

ISAR-2 unumkehrbar vom Netz, darauf stoßen wir an!

Freising – „ISAR2 geht endgültig vom Netz - darauf lasst uns anstoßen!“ heißt es bei der Freisinger ödp am kommenden Samstag, den 15.4. um 10 Uhr im Fraktionszimmer am Rindermarkt 3. Denn nach rund 37 Jahren Abwehrkampf des ödp Kreisverbandes gegen die gefährliche und auch in Sachen Generationengerechtigkeit nicht verantwortbare Atomkraftnutzung, geht nun mit ISAR2 endgültig und unumkehrbar der letzte gefährliche Großreaktor in Bayern vom Netz.
Dabei sei es schon befremdlich, wie die Atomtechnologie aktuell von verschiedenen Seiten wieder verklärt werde, so der Kreisvorsitzende der ödp, Ulrich Vogl. Die Risiken und unlösbaren Probleme werden einfach ausgeblendet und mit nicht haltbaren Behauptungen wegdiskutiert:
„Die Deutschen Atomkraftwerke seien die Sichersten der Welt“, „Der Reaktor ISAR-2 sei in einem Top-Zustand, alle Teile seien seit seiner Inbetriebnahme vor rund 35 Jahren bereits mehrfach ausgetauscht worden“, so war es erst in dieser Woche wieder in einschlägigen TV-Dokumentationen zu hören. Und CSU-Politiker:innen, die ein Atom-Endlager in Bayern stets medienwirksam „kategorisch ablehnen“, fordern jetzt lauthals den Weiterbetrieb und sogar den Ausbau der Atomkraftnutzung in Deutschland: Der Einsatz neuer Brennstäbe in Bayern und der damit verbundene zusätzliche hochradioaktive Müll würde aber die Endlagerfrage noch weiter eskalieren, mutmaßt die ödp.
Vogl, selbst Mathematiker, sieht die Risiken hingegen nüchtern: ISAR-2, sei „ein klarer Fall für den Reaktorfriedhof“. Kein vernünftig denkender Mensch würde so ein gefährliches Ding heute noch bauen, geschweige denn in Betrieb nehmen. Wesentliche sicherheitskritische und kraft der nuklearen Strahlung gealterten Bauteile, wie der Reaktordruckbehälter, sind noch im Original im Einsatz, ein Tausch ist technisch ausgeschlossen. Den Eindruck zu erwecken, dass die in Deutschland gebauten Reaktoren sicherer seien, als beispielsweise die Kernschmelze-Reaktoren in Japan [Fukushima] oder in den USA [Harrisburg], sei zudem wissenschaftlich nicht haltbar und daher „verantwortungsloses Atom-Marketing“, wie man es seit vielen Jahrzehnten kenne, so Vogl.
Auch gäbe es keinen Grund, Angst vor Versorgungsengpässen oder gar längeren Blackouts zu schüren.
„Die drei aktuell abgeschalteten Atomkraftwerke lieferten zuletzt (im Streckbetrieb) nur noch rund 5% des deutschen Strombedarfs.“ Allein durch Einsparmaßnahmen sei jedoch der Stromverbrauch in Deutschland im ersten Quartal des laufenden Jahres um 7,5 % gesunken und der Netto-Stromexport-Überschuss ins Ausland war dabei höher als der Beitrag der drei in die Jahre gekommenen Reaktoren. „Die Leistung der Atomreaktoren ist also aufgrund des erfreulichen Verbraucherverhaltens nicht nur entbehrlich, sie würde den deutschlandweit fortschreitenden Ausbaus der Erneuerbaren sogar noch behindern“, so Vogl

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