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Pressemitteilung

ÖDP und Volt setzen Themenschwerpunkte

Statements der Spitzenkandidierenden für Stadt und Landkreis Freising

Stadtratsthemen:

Dr. Ulrich Vogl, Stadtratsliste Platz 1:
"Beim Thema 'Stadtfinanzen' läuft die Debatte für uns in eine verkehrte Richtung:
Potentielle Gewerbesteuereinnahmen durch rücksichtslose Flächenversiegelung auf der grünen Wiese als Lösung zu präsentieren (wie z.B. bei der geplanten Kongressarena) , ist realitätsfern und zudem nicht mehr zeitgemäß.
Die primäre und zudem verlässliche Steuerquelle der Stadt ist seit langem die Einkommensteuerumlage der Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz in Freising.
Daher müssen mit Nachdruck dafür sorgen, dass Wohnen und Leben in Freising bezahlbar und attraktiv bleibt.
Bei der Ausweisung von Gewerbeflächen für ansässige Betriebe setzen wir hingegen auf bestehende, brach liegender Gewerbeflächen, z.B. im Attachinger Osten."

Daniel Rüdel, Stadtratsliste Platz 2 und Landrats-Kandidat:

"Die Diskussion über die Zukunft Freisings muss sich stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Noch mehr pauschale Flächenversiegelungen sind keine Lösungen für die Herausforderungen unserer Stadt – sie verschärfen Verkehrsprobleme und belasten unsere Lebensqualität. Wir brauchen stattdessen eine konsequente Verkehrswende: einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr, sichere Radwege und gute Bedingungen für alle, die sich auch ohne Auto durch Freising bewegen wollen.
Gleichzeitig ist klar: Freising kann nur funktionieren, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen hier gut leben können. Deshalb müssen Mobilität, Wohnen und öffentliche Infrastruktur bezahlbar und für alle zugänglich bleiben.
Eine nachhaltige Stadtentwicklung und sozialer Zusammenhalt gehören für uns untrennbar zusammen – daran wollen wir unsere Politik in Freising messen."

Felix Albrecht, Stadtratsliste Platz 4 und OB Kandidat:

"Wir setzen uns mit Nachdruck für bezahlbaren Wohnraum ein. Denn bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale soziale Frage unserer Zeit und Voraussetzung für eine lebenswerte Stadt für alle Generationen.
Hierbei setzen wir auf ein diskriminierungsfreies Nebeneinander von genossenschaftlichen und städtischen Bauprojekten. Konkret schlagen wir vor, dass die Stadt jährlich 100 neue Wohnungen in Form von Mehrgenerationenhäusern realisiert. 
Das erfolgreiche Beispiel in der Katharina-Mair-Straße, wo bereits 120 entsprechende Wohnungen entstanden sind, zeigt deutlich: Dieses Modell ist praktikabel, sozial sinnvoll und finanziell umsetzbar.
Darüber hinaus fordern wir ein aktives Leerstandsmanagement, um ungenutzten Wohnraum dem Markt wieder zuzuführen. 
Unser Ziel ist klar: Freising soll eine Stadt bleiben, in der sich Menschen mit unterschiedlichen Einkommen, Lebensmodellen und Generationen ein Zuhause leisten können."

Dr. Joachim Hamberger, Stadtratsliste Platz 5

„Die interkulturelle Stelle der Stadt Freising ist sehr aktiv, wir brauchen aber weitere Sprach- und Integrationsangebote, damit alle Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, z.B. stärken Dialog- und Begegnungsprojekte die gesellschaftliche Verbundenheit nachhaltig.Jeder so investierte „Sozial-Euro“ ist zwar nicht direkt und sofort sichtbar, rechnet sich aber in Form von Langfrist-Währung „gesellschaftlicher Zusammenhalt“.  Umfassende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, lässt Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt teilhaben.“

Kreistagsthemen:

Manfred Reuß, Kreistagsliste, Platz 1:
"Mein Schwerpunkt im Landkreis ist die beschleunigte Umsetzung der Energiewende insbesondere im Wärmebereich und bei der Mobilität. Das bedeutet weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern und zwar zu bezahlbaren Bedingungen. Dabei dürfen wir den Ausbau der Stromerzeugung mit Wind und Sonne nicht aus den Augen verlieren.Bei der Wärmewende setze ich auf erprobte Technologien wie Wärmenetze und effizienten Wärmepumpen - wo möglich mit Oberflächennaher Geothermie als Wärmequelle und Solarthermie. Die energetische Gebäudesanierung dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, wo sie wirtschaftlich darstellbar ist.
Bei der Mobilität müssen wir unseren ÖPNV stärken und im ländlichen Raum gegebenenfalls auch neue Konzepte entwickeln analog dem Rufbus-System. Den ÖPNV wollen wir schrittweiser Umbau auf Elektroantrieb umstellen, das reduziert die Emissionen von Klimagasen und den Schadstoffausstoß erheblich. Die individuelle Elektromobilität muss durch einen forcierten Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben werden."

Dr. Christian Fiedler, Kreistagsliste, Platz 2:

"Meine Herzensangelegenheit ist die Gesundheitsversorgung und der Bevölkerungs- und Zivilschutz. Die Gesundheitsversorgung gehört in öffentliche Verantwortung, nicht in die Hände profitorientierter Unternehmen. Erfreulicherweise steht unser Klinikum nach harten Jahren in der Vergangenheit ausgezeichnet da, ein Verkauf unseres Klinikums ist definitiv vom Tisch ist. Mit seiner zukunftsorientierten Planung sind seine Abteilungen heute gut aufgestellt. Auch die kinderärztliche Versorgung von Neugeborenen ist gesichert. So kann das Haus gestärkt aus der Gesundheitsreform hervorgehen. Diesen Weg müssen wir auch in finanziell schwierigen Zeiten konsequent weitergehen, der Landkreis muss auch weiterhin ausreichend Mittel zuschießen, um das trotz allem entstehende Defizit zu decken, das durch die völlig mangelhafte Krankenhausfinanzierung weiterhin entstehen wird. 
Gleichzeitig müssen wir den Katastrophen- und Zivilschutz im Landkreis neu aufstellen. Geopolitische Krisen und die Folgen des Klimawandels zeigen, wie wichtig eine belastbare
Vorsorge ist. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung auch in Ausnahmesituationen zu sichern und kritische Infrastruktur wie Strom, Wärme und Internet krisenfest zu machen."

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