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ödp will sozialen Supermarkt in der Innenstadt

Freising ­ Mit einer neuen Idee versuchen die Stadträte der Ökodemokraten, eine weitere Verödung der Innenstadt zu verhindern. Dieses Mal geht es um die Wieder-Einrichtung eines Vollsortiment-Supermarktes im Freisinger Zentrum. Wie ödp-Stadträtin Christine Knoll berichtet, seien in den vergangenen Monaten vielfach ältere Menschen auf die Partei zugegangen, mit der Bitte, im Marcus-Haus oder in der unmittelbaren, auch für alte Leute fußläufig zu erreichenden Umgebung, wieder ein Lebensmittelgeschäft mit bezahlbaren Preisen einzurichten.

"Ein Wunsch, der auch von vielen jüngeren Innenstadt-Besuchern oder -Berufstätigen so gesehen wird!", ergänzt Ihr ödp-Stadtratskollege Dr. Bernhard Meier. Denn die Innenstadt gehöre allen Generationen! Während sich jüngere Leute eher eine niveaugleiche Fußgängerzone für ein entspanntes Bummeln in den zahlreichen Shops wünschten, dürfe man die ältere Generation nicht vergessen. "Das Anliegen, die Dinge für den täglichen Bedarf auch zukünftig dort einzukaufen, wo man es immer schon getan hat, ist verständlich und gerechtfertigt. Wir Stadträte tun gut daran, diesem Wunsch schnellstens nachzukommen", mahnt der Liegenschaftsreferent die bisherige Blockadehaltung in Freising an. Denn eine wirklich lebendige Innenstadt benötige eben Jung und Alt nebeneinander, so Dr. Meier.

Konkret bitten die Ökodemokraten OB Thalhammer in einem Antrag, mit einer in Stuttgart ansässigen gemeinnützigen Gesellschaft namens SBR Kontakt aufzunehmen, die in den vergangenen Jahren erfolgreich bereits 20 "soziale Supermärkte" an Standorten etabliert hat, die für die großen Discounter und Vollsortimenter zu wenig rentabel erscheinen. "Da das Marcus-Haus allem Anschein nach so ein Standort ist, sind wir guter Dinge, dass man dort ­ oder an einem anderen Standort in der Freisinger Hauptstraße ­ einen solchen Bonus-Supermarkt aufbauen kann.", begründet Frau Knoll den ödp-Antrag. Positiv stimme auch, dass die gemeinnützige SBR im Gegensatz zu konventionellen Supermarktketten nicht profitorientiert arbeite, denn erzielte Gewinne werden nicht an "irgendwelche Aktionäre" ausgeschüttet, sondern ausschließlich in die Rücklagen eingestellt. Ein weiteres Ziel der Gesellschaft sei außerdem die Wieder-Integration von schwer vermittelbaren Arbeitssuchenden: So werde ­ in einer engen Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt vorzugsweise auf sog. 1-Euro-Jobber zurückgegriffen. Wie man bei der ödp erfahren haben will, sei die SBR bereit, auf konkrete Anfragen aus der Kommunalpolitik weitere Expansionen zu prüfen und ggf. durchzuführen. Liegenschaftsreferent Dr. Meier wörtlich: "Der Erfolg der Bonus-Supermärkte sollte uns ermutigen, auch in Freising diesen Weg zu gehen und damit dem sehnlichen Wunsch vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger endlich nachzukommen!"

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