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Belieferung des Kohle- und des Biomasse-Kraftwerks Anglberg grundsätzlich auf Schienen

Freising ­- Nicht locker lassen wollen die ödp-Kreisräte in der bislang ungelösten Frage der LKW-Anlieferung für das Biomassekraftwerk Anglberg. Wie ödp-Landtagskandidat und Kreisrat Jörg Kästl jetzt mitteilte, habe man deshalb seitens der ödp-Fraktion erneut einen Antrag im Kreistag gestellt. Darin bitten die ödp-Kreisräte Landrat Schwaiger - wenn notwendig auch mit externer juristischer Unterstützung ­- nach rechtlich tragfähigen, direkten oder indirekten Möglichkeiten zu suchen, für den zukünftigen Kraftwerksbetrieb die Bahn als wesentliches Transportmittel für alle Lieferungen festzuschreiben.

Denn der beabsichtigte Verkauf, so Kästl weiter, böte dafür jetzt neue Chancen, berge aber bezogen auf das benachbarte Kohlekraftwerk - auch neue Risiken: Um nicht Gefahr zu laufen, von einem neuen Eigentümer vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, sei auch deshalb bei der Behandlung des Antrages jetzt Eile geboten. Dabei gehe es den Ökodemokraten weniger um die täglich 4.000 Tonnen Steinkohle, welche heute über die Bahn angeliefert würden. ödp-Landtagskandidat Kästl wörtlich: "Hier wäre ein Straßentransport schon aus logistischen Gründen äußerst unvernünftig!". Vielmehr befürchte man seitens der ödp, dass Dinge wie die abzutransportierende Flugasche und Gips schon bald ebenfalls von der Schiene auf die Straße verlegt werden könnten. Die daraus resultierende zusätzliche Belastung wäre jedoch für die betroffene Bevölkerung im gesamten Landkreis "nicht zumutbar", wie es die ödp-Kreisräte in ihrem Antrag formulieren.

Begründet wird das Anliegen unter anderem auch mit der hohen Anzahl von annähernd 80 LKW-Fahrten täglich, die das Biomassekraftwerk zwischen Garching und Anglberg heute schon verursacht. Diese fänden teilweise in unmittelbarer Umgebung von Schulen und Kindergärten statt und führten auch deshalb zu einer "untragbaren" Schadstoffbelastung und enormen Gefährdung für die Gemeinden Haag, Zolling, Langenbach, Marzling, Neufahrn, Eching und die Stadt Freising. Sollte das Hauptanliegen des Antrags wider Erwarten nicht zum gewünschten Ergebnis kommen, so solle der Landkreis ­ wie von den Ökodemokraten bereits Anfang des Jahres beantragt ­ für das Biomassekraftwerk zeitnah alle Beteiligten an einem Runden Tisch zusammenbringen und dort gemeinsam nach einer einvernehmlichen Lösung bzw. einem Zeitplan pro Schiene suchen, komplettieren die ödp-Kreisräte ihr Anliegen.

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