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ödp-Ortsverband zählt LKW-Verkehr durch Neufahrn und Eching

Neufahrn ­- Eine Erfassung des LKW-Verkehrs durch den ödp-Ortsverband hat ergeben, dass es fast keinen Durchgangsverkehr durch Neufahrn und Eching gibt. Damit brächte eine gemeinsame Südumfahrung von Neufahrn und Eching praktisch keine Entlastung vom LKW-Verkehr. Rund die Hälfte der LKW-Fahrten durch Neufahrn hat kein Ziel innerhalb des Ortes Neufahrn. Eine deutliche Entlastung kann also nur über ein LKW-Durchfahrtsverbot, aber nicht mit einer Umgehung erreicht werden. Der deutliche Anstieg des Verkehrsaufkommens auf der Staatsstraße 2053, also durch Eching, Neufahrn und Mintraching, ist ein gravierendes Problem für die Gemeinden Eching und Neufahrn. Insbesondere die Zunahme des Schwerlastverkehrs, wohl auch durch die Autobahnmaut verursacht, ist für die Bewohner entlang der Staatsstraße wegen des enormen Verkehrslärms eine große Belastung.

Um Lösungsmöglichkeiten abwägen zu können, hat der ödp-Ortsverband von Januar bis Juni in Neufahrn an verschiedenen Werktagen und zu verschiedenen Tageszeiten drei Zählungen der LKW-Fahrten für einen Zeitraum von jeweils 75 Minuten durchgeführt. "Von den rund 60 bis 80 LKW-Fahrten, die wir pro Stunde im Wohnbereich von Neufahrn feststellen konnten, war jeweils gut die Hälfte reiner Durchgangsverkehr", so Martha Abel vom ödp-Ortsverband. "Diese Durchgangsfahrten wurden", so ödp-Vorstandsmitglied Herbert Fiedler, "über den kurzen zeitlichen Abstand mit dem die LKWs Ortsein- und Ausfahrten passierten festgestellt." Damit, so folgern die ödp-Aktiven, erscheint auf Grundlage dieser Zähldaten eine Halbierung der LKW-Verkehrsbelastung über eine Sperrung der Ortdurchfahrt für LKW-Durchgangsverkehr möglich. Bei den mehr als zweiachsigen Fahrzeugen ist der Durchfahrtsanteil noch größer und damit auch die mögliche Entlastung wirkungsvoller.

"Besonders interessant ist das Zählergebnis vom Juni," so Abel. Bei dieser Zählung wurde neben Neufahrn auch noch Eching berücksichtigt. LKW-Fahrten, die sowohl Neufahrn als auch Eching passierten, also reiner Durchgangsverkehr zwischen B11 und B13, nahmen bei dieser Zählung dagegen nur einen Anteil von weniger als 5% ein. "Das bedeutet," so Abel, "dass es fast keine Fahrten durch beide Gemeinden gibt, aber umfangreichen Durchgangsverkehr durch den Wohnbereich jeweils einer der beiden Gemeinden." LKWVerkehr, der das gemeinsame Gewerbegebiet Eching/Neufahrn zum Ziel hat, hätte als Erschließung für die West-Ost-Richtung die A92-Anschlussstelle Eching Ost und für die Nord-Süd-Richtung die A9Anschlussstelle Eching/Neufahrn zur Verfügung. Für eine Sperrung der ST2053 in den Wohnbereichen der Gemeinden stehen also ausreichende und komfortable Alternativrouten für den LKW-Verkehr zur Verfügung. "Eine schon einmal vorgeschlagene "Große Ortsumgehung", die Eching und Neufahrn gleichermaßen im Süden umfahren würde und dabei weder die A9 noch das Industriegebiet erschließt, wäre also für eine Entlastung der Wohnbereiche vom LKW-Verkehr unbrauchbar," so Fiedler. Aber auch die kleinen Lösungen, Neufahrn bzw. Eching einzeln zu umfahren würde demnach nichts bringen, wenn der weite Weg einer Umfahrung einer wesentlich kürzeren Ortsdurchfahrt gegenüber steht. Dies ist bereits an der "Nordumgehung" in Neufahrn, über den Kurt-Kittel-Ring deutlich zu erkennen. Dieser wurde, wie die Zählung ergab, überhaupt nicht als Durchfahrtsersatz genutzt. Die einzig wirkungsvolle Lösung wäre demnach ein regelmäßig kontrolliertes Durchfahrtsverbot an den Abschnitten der ST2053 durch die Wohnbereiche von Eching und Neufahrn. Der Verkehr in das gemeinsame Gewerbegebiet Eching/Neufahrn muss dann die genannten Autobahn-Anschlussstellen nutzen. Damit blieben die Wohnbereiche entlang der Ortsdurchfahrten verschont. "Um noch aussagekräftigere Daten zu erhalten wären weitere Zählungen, vor allem auch über einen größeren Zeitabschnitt eines Tages, noch sehr hilfreich," so Fiedler.

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